Hochzeitskarten: Welche Karten braucht man für eine Hochzeit?

Tipps für die Gestaltung und Organisation der Hochzeitskarten

Einen wichtigen Part bei der Planung und Gestaltung einer Hochzeit spielen Hochzeitskarten und davon gibt es diverse. Denn wer beim Thema Hochzeitskarten lediglich an Hochzeitseinladungen denkt, vergisst die zahlreichen anderen Formate, die heutzutage üblich sind und von den Gästen erwartet werden. So lässt sich kaum noch eine Hochzeit ohne sogenannte Save the Date Karten planen. Und auch Dankeskarten nach der Hochzeit sind zur festen Institution geworden – selbst in Zeiten, in denen nahezu alles digital abläuft. Für alle, die sich einen Überblick über das Thema Hochzeitskarten verschaffen wollen, sind auch noch Varianten wie Menükarten, Tischkarten, Luftballonkarten, Antwortkarten usw. zu bedenken.

Wir informieren in diesem Artikel ausführlich über die verschiedenen Arten von Hochzeitskarten und ihre Einsatzfelder. Außerdem erhaltet ihr Tipps für die Gestaltung und Organisation.

Die verschiedenen Arten notwendiger Hochzeitskarten

Bei den Hochzeitskarten gibt es, da sind sich Experten wie Hochzeitsplaner einig, gewisse „Essentials“. Das sind Karten, die man auf jeden Fall nutzen sollte. Und in diese Kategorie fallen die folgenden drei Arten von Hochzeitskarten: Save the Date Karten, Hochzeitseinladungen und Dankeskarten. Jede einzelne Art hat ihren spezifischen perfekten Zeitpunkt, an dem sie zum Einsatz kommt und ihre spezifischen Gestaltungsbedürfnisse.

Save the Date Karten

Save the Date Karten für eine Hochzeit

Save the Date Karten tragen ihre Bestimmung bereits im Namen: Sie sollen dafür sorgen, dass sich zukünftige Hochzeitsgäste den Termin für die Hochzeit festhalten und reservieren. Genau aus diesem Grund ist der Zeitpunkt für das Verschicken von Save the Date Karten klar: so früh wie möglich. Soll heißen: Diese Hochzeitskarten werden rausgeschickt, sobald das zukünftige Brautpaar den konkreten Termin für seine Hochzeit festgelegt hat. Das bedeutet auch, dass man sich um die Gestaltung dieser Hochzeitskarten schon Gedanken machen sollte, bevor man sich für einen Hochzeitstermin entscheidet.

Inhaltlich sind auf einer Save the Date Hochzeitskarte nur drei Dinge wichtig: WER, WAS und WANN. Die Karte soll also möglichst auf einen Blick erfassbar darstellen, WER (Hochzeitspaar) WAS tut (HEIRATEN) und vor allem: WANN (Termin). Für die Darstellung dieser Infos gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten.

Hochzeitseinladungen

Deutlich komplexer als Save the Date Karten sind Hochzeitseinladungen. Denn diese müssen auf möglichst kompakte Weise alle Infos enthalten, die für die Hochzeitsgäste wichtig sind. Das kann schnell recht umfangreich werden, weshalb sich viele Paare dafür entscheiden, mehrseitige Einladungskarten für ihre Hochzeit zu gestalten. Verschickt werden sollten die Hochzeitseinladungen ebenfalls möglichst zeitnah nach der Terminfindung, spätestens jedoch ca. vier Monate vor der Hochzeit.

Was muss auf die Einladungskarte!

Konkret sollte eine Hochzeitseinladung folgende Fragen beantworten:

• Wer lädt ein?
• An welchem Tag findet die Hochzeit statt?
• Welche Programmpunkte sind im Einzelnen geplant?
• Wo und wann findet die Trauung statt?
• Wo und wann findet die Hochzeitsparty statt?
• Wann sollte man als Gast wo eintreffen?
• Wo kann man an den diversen Locations parken?
• Welcher Dresscode ist für die Hochzeit angesagt?
• Wie sieht es mit Übernachtungsmöglichkeiten für weit anreisende Gäste aus?
• Bis wann und auf welchem Weg soll man als Gast eine Zu- oder Absage schicken?
• Wer ist Ansprechpartner für Fragen? (z. B. ein Trauzeuge)

Diese Auflistung zeigt: Mit einem kurzen Text auf einer Hochzeitseinladung ist es längst nicht getan – es sei denn, man möchte damit die Box der Pandora öffnen und mit unzähligen Nachfragen überschwemmt werden. Bei der Angabe von Locations sollte man komplette Adressen auf die Hochzeitseinladung schreiben, so dass die Gäste diese in ihre Navigationsgeräte eingeben können.

Antwortkarten - was muss man beachten!

Special zur Hochzeitseinladung: Antwortkarten

Neben den umfangreichen Infos, die es über eine Hochzeitseinladung zu vermitteln gilt, kann man diese Hochzeitskarten zusätzlich auch um vorgefertigte Antwortkarten ergänzen. Diese sind empfehlenswert, wenn man seine Gäste auffordert, sich per Post mit Zu- oder Absage zurück zu melden.

Auf einer Antwortkarte sollten folgende Inhalte stehen:

- zum Ausfüllen: Name des Gastes (trägt dieser selbst ein)
- zum Ankreuzen: „ich nehme teil“ oder „ich nehme nicht teil“
- zum Ausfüllen / Ankreuzen: „Ich komme allein“ oder „Ich bringe folgende Begleitung mit: ...“

Hat eine Hochzeit mehrere Programmpunkte, an denen Gäste „einsteigen“ können, sollte noch mit vermerkt werden, ob man beispielsweise schon ab der Trauung dabei ist oder erst zur Feier dazu stößt. Und wenn sich das Hochzeitspaar vorgenommen hat, sich um Übernachtungen für Gäste aus der Ferne zu kümmern, sollte noch eine Möglichkeit bestehen, anzukreuzen, ob man eine Übernachtung benötigt und für wie viele Personen.

Die Vorteile beim Einsatz von Antwortkarten: Man bekommt gut strukturiert alle wichtigen Infos, die man für die weitere Hochzeitsplanung benötigt. Der Nachteil: Das Erstellen von Antwortkarten ist mit weiteren Kosten verbunden – das gilt ganz besonders, wenn man die Antwortkarten vorfrankiert den Hochzeitseinladungen beilegt.

Dankeskarten

Dankeskarten nach der Hochzeit

Nach der Hochzeit Danksagungskarten an die Hochzeitsgäste zu verschicken, ist eine bewährte Tradition und gehört vor allem in den Augen älterer Generationen zum guten Ton. Früher hat man sich darin üblicherweise für die Teilnahme an der Hochzeit sowie für das jeweilige Hochzeitsgeschenk bedankt. Heute geht es bei Dankeskarten nach einer Hochzeit vor allem darum, sich bei den Gästen durch individuell zusammengestellte Fotos zu bedanken. Der Aufwand bei der Erstellung von Danksagungskarten liegt deshalb weniger in der Gestaltung der Karten selbst, sondern in der Zusammenstellung der Bilder, die man den Karten für die jeweiligen Gäste beilegt. Gestalterisch packt man in der Regel auf die üblicherweise als Klappkarten gestalteten Dankeskarten eine Collage aus ein paar hübschen Paarfotos vom großen Tag, die Namen der Frischvermählten, den Hochzeitstermin sowie ein deutlich sichtbares „Dankeschön“.

Für die Budgetplanung ist auch das Format nicht ganz unwichtig: Beschränkt man sich nämlich auf Hochzeitskarten, die in einen DIN lang-Umschlag passen, fällt das Porto deutlich günstiger aus, als wenn man Sonderformate wie beispielsweise quadratische Hochzeitskarten wählt.

Selbstgemachte Hochzeitskarten

Hochzeitskarten selber machen oder von Profis gestalten lassen?

Beim Thema Hochzeitskarten hat man als Brautpaar die Wahl, die Karten selbst zu gestalten, vorgefertigte Karten-Designs diverser Shops zu nehmen oder sich die verschiedenen Karten individuell von einem Profi gestalten zu lassen. Letzteres ist natürlich die mit Abstand kostenintensivste Methode. Wer mit dem Gedanken spielt, Hochzeitskarten wie Save the Date Karten, Hochzeitseinladungen, Antwortkarten und Dankeskarten selbst zu gestalten, der sollte sich bewusst sein, dass damit eine Menge Aufwand verbunden ist. Und wenn man von Natur aus eher kein Händchen für Kreatives und Gestalterisches hat, sollte man eventuell lieber einen der beiden anderen Wege wählen. Immerhin gibt es bei den zahlreichen Web-Anbietern, die sich auf Hochzeitskarten und Ähnliches spezialisiert haben, eine große Auswahl an Stilen, Formaten und Gestaltungsmöglichkeiten für Hochzeitskarten aller Art.

Papierwahl der Hochzeitskarten

Die Papierwahl und der Druck bei Hochzeitskarten

Neben der Gestaltung spielen für die Wirkung einer Hochzeitskarte auch der Druck sowie das Papier eine entscheidende Rolle. Damit man sich im Rahmen der Hochzeitsplanung vor der Bestellung von Hochzeitskarten ein möglichst genaues Bild machen kann, bieten viele Dienstleister die Zusendung von Mustern an. Anhand der Muster lässt sich gut erkennen, wie sich eine bestimmte Papiersorte anfühlt und wie hochwertig eine bestimmte Druckart wirkt. Denn schließlich möchte man mit Hochzeitskarten auch durchaus beeindrucken.

Zusätzliche Optionen: Specials im Bereich Hochzeitskarten

Neben den Must-Haves wie Save the Date Karten, Hochzeitseinladungen und Danksagungskarten zur Hochzeit gibt es auch Specials in Sachen Hochzeitskarten, die ebenfalls sinnvolle Investitionen sind. Dazu zählen Menükarten, Programmkarten und Tischkarten: Sie werden auf den Tischen der Gäste verteilt, informieren über Programmablauf und Menü- oder Büfettangebot und geben Orientierung darüber, wer an welchem Platz sitzt. Als Teil der Hochzeitsdekoration sollten diese Spezial-Hochzeitskarten mit Bedacht gestaltet werden, weil sie nahtlos zum Rest der Tischdeko passen müssen.

Übrigens: Auch bei der Gestaltung von Save the Date-Karten, Hochzeitseinladungen, Antwortkarten und Dankeskarten ist es hilfreich, schon ein bestimmtes Deko-Thema vor Augen zu haben. Sämtliche Hochzeitskarten sollten vom Design her zueinander passen, von den Farben, Schriftarten, Formaten und von der Tonalität her eine Einheit bilden und dabei perfekt zum Rest der Hochzeitsgestaltung passen. Auf diese Weise wird die gesamte Hochzeit auch gestalterisch eine komplett runde Sache.

Kirchenheft & Luftballons Karten gestalten

Kirchenhefte, Luftballonkarten und Co. gestalten

Als Specials im Bereich der Hochzeitskarten gibt es zudem noch Kirchenhefte, die bei kirchlichen Hochzeiten üblich sind, sowie Luftballonkarten. Luftballonkarten sind eine vergleichsweise neue Tradition bei Hochzeiten. Sie sind im Postkartenformat gehalten und auf der Adressaten-Seite bereits mit der Adresse des Hochzeitspaars versehen. Auf diese Karten tragen die Hochzeitsgäste individuelle Glückwünsche ein. Anschließend werden die Hochzeitskarten an Luftballons gebunden und bei der Hochzeitsfeier in luftige Höhen geschickt. Zu diesem Zweck muss eine Luftballonkarte für Hochzeitsglückwünsche mit einer Stanzung versehen sein, durch die sich ein Bändchen zum Befestigen am Luftballon fädeln lässt. Ziel ist, dass der zufällige Finder solch einer Karte diese ans Brautpaar zurückschickt – gern erweitert um einige eigene Glückwünsche und die Info, an welcher Stelle man die Karte gefunden hat.

Kirchenhefte wiederum sind eine eher formell gestaltete Art von Hochzeitskarte, können dabei aber trotzdem kreativ im Design gehalten sein. Sie werden üblicherweise als Klappkarte mit Einleger gestaltet. Auf dem Einleger sind sämtliche notwendigen Infos enthalten, wie beispielsweise das Programm für die kirchliche Trauung, der vom Paar gewählte Hochzeitsspruch sowie gegebenenfalls Liedtexte.

Apropos Hochzeitsspruch: Dieser repräsentiert gewissermaßen das Motto, unter dem sich das Paar traut. Er wird häufig auf sämtlichen Hochzeitskarten integriert – von der Hochzeitseinladung bis zur Danksagung.

Hochzeitskarten: eine Frage von Planung und Budget

Die Vielfalt an Hochzeitskarten zeigt, dass hier eine Menge Planung notwendig ist und auch ein gewisses Budget eingeplant werden sollte. Unbedingt notwendig sind Save the Date Karten, Hochzeitseinladungen sowie Dankeskarten. Empfehlenswerte Ergänzungen sind Tisch- und Menükarten sowie Antwortkarten. Bei kirchlichen Trauungen gehören auch Kirchenhefte zu den Essentials. Und Luftballonkarten sind die Art von Hochzeitskarten, die einem selbst nach sehr langer Zeit noch freudige Überraschungen bescheren können. Alles in allem bilden die verschiedenen Hochzeitskarten untereinander gestalterisch eine Einheit und passen im Idealfall auch zum Farbkonzept der Hochzeitsdekoration.